Koffein und die Auswirkungen auf das Schlafverhalten

Sie trinken abends gerne einen Tee, Kaffee oder andere Koffeinhaltige Getränke und wundern sich über einen unruhigen schlaf? Wie sich Koffein auf unser Schlafverhalten auswirkt und ab welcher Uhrzeit Sie aufhören sollten Koffeinhaltige Getränke zu sich zu nehmen verraten wir Ihnen in diesem Artikel.

Wie wirkt Koffein auf den menschlichen Organismus?

Dass der Konsum von Koffein beziehungsweise koffeinhaltigen Getränken direkte Auswirkungen auf unser Schlafverhalten hat dürfte für viele nicht neu sein. Warum genau Koffein das Einschlafen verzögert wissen allerdings die wenigsten. Was im Körper passiert, wenn Sie Koffein zu sich genommen haben erklären wir Ihnen in diesem Abschnitt.

Koffein ist für seine anregende Wirkung bekannt. Nach dem Konsum ist man im Allgemeinen fokussierter und kann sich länger konzentrieren. Der aufpuschende Effekt des Wirkstoffs tritt nach ungefähr 20 – 30 Minuten ein.

Koffein beeinflusst das zentrale Nervensystem und erhöht die Reizweiterleitung. Das insgesamt wachere Gefühl wird durch die erhöhte Durchblutung zusätzlich verstärkt.

Im Rahmen entsprechender Studien fand man außerdem heraus, dass Koffein die Ausschüttung von Adenosin hemmt.

Dabei handelt es sich um einen Neurotransmitter, dessen Konzentration im Laufe des Tages ansteigt. Adenosin sorgt normalerweise dafür, dass sich die Blutgefäße weiten, der Blutdruck absinkt und man schläfrig wird. Ist das Adenosin-Level allerdings zu niedrig, weil man tagsüber viel Koffein zu sich genommen hat führt die logischerweise zu Problemen beim Einschlafen. Die Betroffenen liegen oftmals noch Stunden nach dem Zubettgehen wach, ohne sich müde zu fühlen. An Schlaf ist so nicht zu denken.

Mögliche Konsequenzen des Koffeinkonsums

Wie Koffein auf den einzelnen wirkt ist individuell verschieden.

Zu den häufigsten Nebenwirkungen zählen Schwierigkeiten beim Einschlafen.

Doch auch wenn man es schafft einzuschlafen wirkt sich das Koffein negativ auf die verschiedenen Schlafphasen aus. Es gilt als wissenschaftlich erwiesen, dass Koffein die für uns Menschen am wichtigste Tiefschlafphase unterdrückt.

Außerdem nimmt Koffein Einfluss auf die sogenannten REM-Phasen. Dies hat zur Folge, dass man sich am nächsten Tag schlapp und unausgeschlafen fühlen.

Eine andauernde Störung des Schlafverhaltens durch Koffein führt oftmals zu einer reduzierten Aufmerksamkeitsspanne, Gereiztheit und Antriebslosigkeit.

Doch nicht nur das allgemeine Wohlbefinden kann unter dem koffeinbedingten Schlafentzug leiden. Ausreichend Schlaf ist wichtig für die Funktion des Immunsystems. Insbesondere während der wichtigen Tiefschlafphasen wird das Immunsystem gestärkt. Kommt es zu regelmäßigen Störungen der Tiefschlafphase, kann dies den Ausbruch von kleineren Infekten begünstigen.

So können Sie trotz Koffein schlafen

Um sicherzustellen, dass Sie trotz Ihrer Vorliebe für Kaffee oder andere Koffeinhaltige Substanzen schlafen können, sollten Sie darauf achten den Konsum auf die Morgen- und Mittagsstunden zu beschränken.

Insbesondere wenn Sie besonders empfindlich auf Koffein reagieren und/oder bereits festgestellt haben, dass sich Ihr Schlafverhalten zum negativen entwickelt hat sollten Sie Konsequenzen ziehen.

Je nach körperlicher Verfassung, Alter und Geschlecht benötigt der Körper zwischen sechs und zwölf Stunden, um das Koffein einer Tasse Kaffee abzubauen.

Bedenken Sie dies, wenn Sie sich beim nächsten Mal eine Tasse Kaffee kochen und planen Sie immer einen ausreichenden Zeitpuffer zwischen dem Konsum und der voraussichtlichen Schlafenszeit ein.

Fazit

Koffein wirkt sich in den allermeisten Fällen negativ auf das Schlafverhalten der Konsumenten aus. Insbesondere während der Nachmittags- und Abendstunden sollte der Konsum entsprechender Getränke vermieden werden. Andernfalls drohen schlaflose Nächte, ein geschwächtes Immunsystem und andere unerwünschte Nebeneffekte des Schlafentzugs.

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