Hat Sex positive Auswirkungen auf das Schlafverhalten? 

Sie fühlen sich gestresst und liegen abends schlaflos im Bett? Sex könnte die Lösung für Ihr Problem sein. Welche Auswirkungen Sex auf das Schlafverhalten haben kann und warum Sex und Schlaf eng miteinander verknüpft sind erfahren Sie in diesem Artikel.

Kann Sex die Schlafqualität verbessern?

Wissenschaftler sind sich darüber einig, dass Sex vor dem Schlafengehen den Prozess des Einschlafens beschleunigt. Dies mag viele zunächst verwundern. Schließlich ist Sex eine körperliche Tätigkeit ist, die den Herzschlag nach oben treibt und durchaus anstrengend sein kann.

Doch auch wenn Sex nicht die Wirksamkeit einer Schlaftablette hat reduziert sich die Zeit bis zum Einschlafen in 65% aller Fälle.

Woran das liegt ist schnell erklärt. Das Geheimnis liegt im Höhepunkt. Sowohl bei Männern als auch bei Frauen führt der Orgasmus dazu, dass das Gehirn Botenstoffe und Hormone aussendet, die schläfrig machen.

So fördert Sex einen gesunden Schlaf

Sex wirkt auf verschiedene Arten schlaffördernd. Wie und warum Sex für einen besseren Schlaf sorgt verraten wir Ihnen in diesem Abschnitt.

Sex erhöht die Oxytocin-Produktion

Das auch als „Kuschelhormon“ bekannte Oxytocin ist sowohl ein Hormon als auch ein Neurotransmitter. Oxytocin wirkt stressreduzierend und entspannend. Es sorgt außerdem für ein gesteigertes Wohlbefinden und wird insbesondere bei körperlichen Berührungen und Sex ausgeschüttert. Oxytocin ist für das wohlige, entspannte Gefühl verantwortlich, dass uns nach dem Liebesspiel überkommt und das das Einschlafen – manchmal unbeabsichtigt – fördert.

Sex steigert die Produktion von Endorphinen

Es ist nicht weiter verwunderlich, dass Sex einen positiven Einfluss auf den Endorphin-Haushalt hat. Das Glückshormon hebt die Stimmung und kann in größeren Mengen zu einem wahren Rauschzustand führen. So kann man nach dem Sex glücklich und zufrieden schlafen.

Sex erhöht den Östrogenspiegel bei Frauen

Wenn Frauen Ihren Höhepunkt erreichen erhöht sich der Östrogenspiegel. Dies hat positive Auswirkungen auf die Tiefschlafphase. Frauen, die dazu neigen, während der Nacht scheinbar grundlos munter zu werden können nach dem Geschlechtsverkehr häufig durchschlafen.

Sex erhöht den Prolaktinwert bei Männern 

Prolaktin ist ein Hormon, dass bei Frauen dazu dient, die Milchproduktion zu fördern. Doch auch wenn es um den männlichen Hormonhaushalt geht spielt Prolaktin eine Rolle. Das Hormon wird nach dem Orgasmus ausgeschüttet und hat einen positiven Einfluss auf den Testosteronspiegel sowie die Muskelfunktion aus. Ein stabiler Hormonhaushalt ist wichtig für das allgemeine Wohlbefinden und somit auch für einen gesunden Schlaf.

Sex reduziert die Cortisol-Produktion

Einhergehend mit einem steigenden Oxytocin-Spiegel reduziert sich die Ausschüttung von Cortisol. Dabei handelt es sich um ein Stresshormon, dass sich in hohen Mengen negativ auf das Schlafverhalten auswirken kann.

So verbessert Schlaf Ihr Sexleben

Zwischen Ihrem Sexleben und Ihrem Schlafverhalten besteht eine Wechselwirkung. So hat Ihr Sexleben nicht nur einen direkten Einfluss auf Ihr Schlafverhalten auch umgekehrt lässt sich ein Effekt feststellen. Folgende Auswirkungen kann ein gesundes Schlafverhalten auf Ihre Sexualität haben.

Sex bringt Ihren Hormonhaushalt ins Gleichgewicht

Wenn Sie sich müde und abgeschlagen fühlen ist an Sex nicht zu denken. Ursächlich für dieses Problem könnte neben unzureichend Schlaf auch ein hormonelles Ungleichgewicht sein. Ausreichend Schlaf kann ihr sexuelles Verlangen erhöhen und somit Ihr Sexualleben in Schwung bringen. Bekommen beide Partner zu wenig Schlaf sinkt auf Dauer der Östrogen- und Testosteronspiegel im Blut. Damit einhergehend reduziert sich sowohl das Energielevel als auch die Libido. Um dies zu verhindern empfehlen wir Ihnen darauf zu achten, dass Sie und Ihr Partner genügend Schlaf bekommen

Erhöhtes Verlangen

Müdigkeit gehört zu den Stimmungskillern Nummer eins. Kein Wunder, schließlich ist es äußerst schwierig sich zum gemeinsamen Liebesspiel aufzuraffen, wenn man kaum die Augen offenhalten kann. Eine gehörige Portion Schlaf reicht in der Regel aus, um diese Barriere zu beseitigen und wieder zu Höchstform auflaufen zu können.

Weniger Streit

Permanente Streitigkeiten sind Gift für eine Beziehung und ein erfülltes Sexualleben. Wenn es in einer Partnerschaft vermehrt zu Auseinandersetzungen kommt, könnte ein Schlafverhalten einer der Auslöser für die Spannungen sein. Wer wenig und schlecht schläft ist oft gereizt. In diesem Zustand können bereits Nichtigkeiten wie ein voller Mülleimer zu einem handfesten Streit führen. Das sich entsprechende Konflikte oft negativ auf das Sexleben auswirken dürfte jedem klar sein. Genügend Schlaf sorgt somit sowohl für mehr Harmonie als auch für mehr Sex.

Schlaf kann einer erektilen Dysfunktion vorwirken

Wie Sie bereits wissen wirkt sich ein Schlafdefizit negativ auf den Testosteronspiegel beim Mann aus. Gleichzeitig wird die Prolaktin-Produktion erhöht. Die Kombination beider Faktoren senkt die sexuelle Lust und erhöht die Wahrscheinlichkeit einer erektilen Dysfunktion.

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